PSConf 2017 | Show-FirstDay

Keynote

Eine halbe Stunde vor Beginn füllt sich langsam der Leibnitz Saal im Hannover Congress Center und alle warten gespannt, welchen Einstieg sich Tobias Weltner dieses Jahr ausgedacht hat. Der erste Versuch die Konferenz mit Musik und Trommeln zu starten schlug etwas fehl, da nach etwa einer Minute nur noch ein Schwarzes Bild zu sehen war. Doch im zweiten Anlauf konnten alle eine PowerShell Präsentation mit Musik genießen. Nach ein paar organisatorischen Dingen und die Auszeichnung für der besten Session 2016 und der beliebtesten Sprecher 2016, hat Jeffrey Snower die Keynote durchgeführt. In seiner Rede hat Jeffrey eine kleine Zeitreise der PowerShell vorgestellt. Beginnend mit dem Monad Manifesto von 2002, in dem das ganze Thema noch unter diesen Namen angegangen wurde, bis hin zu dem Thema, ob PowerShell fertig ist. Er beantwortet diese Frage so, dass Powershell als Framework fertig ist, aber nicht als Möglichkeit alles von überall zu machen. Dies ist das große Thema von PowerShell in der Zukunft “From any to any Cloud Change Everything”. Das Ziel von PowerShell wird sein ein Cross Platform Produkt zu entwickeln, mit dem man AWS, AZURE, Google Cloud, Linux, IOS, Netzwerkkomponenten, …, verwalten und administrieren kann. Ein wichtiger Kernpunkt ist .Net Core und Core PowerShell, welche in Zukunft noch weiterwachsen wird, soviel sei gesagt. Dieser ganze Umdenkungsprozess ist für einige Administratoren ein Problem und ein Bild von Ihm zeigt dies ganz gut.

Kurz zusammengefasst ist zu sagen: ein Transitiver Umdenkungsprozess findet statt, PowerShell und .Net Core wird wachsen und Cloud First. Und das Wichtigste, nie stehen bleiben!powershell_running_on

Info: Bevor es in die Sessions geht, soll nur gesagt werden, dass dies kurze Auszüge sind und nur die Eckpunkte wiederspiegeln. Dies ist sicherlich nie ausreichend, jedoch ein guter Denkansatz. Bzw. werde ich einige Themen in einen späteren Blog genauer betrachten.

Quarks and Question

Nach Kaffee und Keksen hat Tobias Weltner in seinem Warm-Up Quiz & Quirks einige alltägliche und nicht so alltägliche Stolpersteine in der PowerShell vorgestellt und deren Lösung. Die Lösungen kamen zum Teil durch das Publikum oder durch ihn selbst. Es war gut, dass meist lustig an diese Probleme rangegangen wurde.

Red vs Blue

Bei dem Thema Red vs. Blue hatte ich mir etwas Anderes vorgestellt. Da es eine globale Session war, hatte ich gedacht, dass die Gäste mehr einbezogen werden und in Teams Lösungen finden müssen, oder ähnliches. Es war nicht schlimm, dass diese Vorstellungen sich nicht erfüllten. Hier wurde eine Timeline präsentiert, die das offensive und defensive Team in PowerShell über die Jahre zeigt. Also diejenigen, die versuchen Systeme zu hacken und diejenigen, die diese verteidigen. Ein Prozess der sicherlich nie enden wird, aber durch die Sicherheit der PowerShell, ist das blaue Team einen großen Schritt nach vorne gegangen.

Logging without GUI

Jaap Brasser hat nach dem Mittag über Logging geredet. Seine Präsentation zeigte, wie Logging mit Hilfe der PowerShell konfiguriert und ausgelesen wird. Dies in einer AD Umgebung mit Gruppenrichtlinien und auf einem Single PC, mit den lokalen Mitteln. Hier wurde auf das Transcription und Event – Logging eingegangen, aber auch wie man Änderungen, die in der GUI gemacht wurden, ausliehst und für PowerShell nutzt. Dies ist für PowerShell Einsteiger eine gute Sache, da diese erst mithilfe der GUI, z.B. im Server Manager, Dinge umsetzten können und später anhand der Logs diese Änderungen auf die PowerShell projizieren können. Logging nimmt im normalen Bereich etwa 2-4 % an Performance, jedoch kann dies ohne entsprechende Filter schnell wachsen und nicht nur an Performance – Last zunehmen, sondern auch an Speicherplatz. Im weiteren stellte Jaap vor wie das Arbeiten mit PowerShell und Procmon ist. Procmon ist ein Tool der Systinternals und ein sehr mächtiges Logging Tool. Es werden eine Menge an Daten gesammelt, was natürlich auch zu Problemen führen kann. Wie die Zusammenarbeit mit PowerShell ist wurde entsprechend gezeigt.

Deploy DC with DSC

Die BMW-Group als IT Dienstleister für BMW hat den aktuellen Stand ihrer Domänen Controller Bereitstellung mithilfe von DSC präsentiert. Was ist das Ziel und was sind/waren die Probleme? Ziel ist es das historisch gewachsene DC Deployment durch DSC abzulösen. Die Kollegen setzen hierbei auf öffentliche Ressourcen, entwickeln aber auch eigene, welche bei GitHub geteilt werden. Ein interessanter Fakt nebenbei, ein kleines Testlab zum DC Deployment mit DSC besteht hier aus 90 DC’s +PKI+FS+Pull Server. Großen Wert wird darauf gelegt, dass alles transparent bleibt und es nicht zu configuration Drifts oder ähnlichen kommt. Interessant ist die Lösung des Reportings. Da der Rückgabewert von DSC in JSON vorliegt, wird dieser an eine SQL Datenbank weitergegeben und mit PowerBi dargestellt. Möglich ist dies aber erst mit SQL 2016 und auch nicht so einfach umsetzbar. Es zeigt sich jedoch, dass auch große Unternehmen mit der Community arbeiten, deren Lösungen nutzen und auch selber Lösungen bereitstellen.

Nano Server

Alex und sein Kollege Jan zeigen NanoServer und verdeutlichen, wie sicher es ist, die PowerShell Sessions für Server Management zu nutzten. Nach einer Umfrage geben die meisten an, Server immer noch via RDP zu verwalten. Hier stellte sich für mich, aber auch für die Kollegen die Frage, Wieso? Für die meisten sind das Sicherheitsgründe. Dabei stellen die beiden in Ihrer Session dar, dass es wesentlich sicherer ist PSRemoting zu nutzen als RDP. Gezeigt werden verschiedene Wege, Remote Sessions aufzubauen, vor allem immer an dem Beispiel NanoServer. Auch wird das ServerManagerTool (SMT) im Einsatz gezeigt. SMT ist ein Tool, was auf Azure gehostet wird und das Administrieren von Servern vereinfachen soll, egal ob diese in der Cloud oder On Premise sind. Interessant dabei ist, dass alles webbasiert ist, einiges jedoch noch in der Beta. Wer sich die Session anschaut sollte auf jedenfall das Beispiel PowerShell Core in Docker Container genauer betrachten. In diesem Beispiel zeigt Alex, wie ein TestContainer erstellt wird, welches aus einem Docker NanoServer besteht, dass ein .Net Core beinhaltet und ein PowerShell Core. Eine kleine Spielumgebung für PowerShell Core, welche dank Container einfach bereinigt werden kann.

Pester

Markant durch einen langen Bart und seine wenigen Haare ist Rob Sewell immer wiederzuerkennen. Pester als Test Framework stellt er sehr gut anhand von SQL Servern dar. In seinen 60 Min. zeigt er in vielen Demos wie seine Pester Tests aufgebaut sind, geht auf Grundlagen ein, zeigt das Errorhandlig und bringt immer wieder gute Beispiele aus der Praxis. Seine vielen Vergleiche mit dem herkömmlichen Weg verdeutlichen wie wichtig es ist Zeit in Pester zu investieren und dies zu verstehen. So werden seine 196 Test auf 60 SQL Servern in etwa 20 Sekunden durchgeführt, ein händische Überprüfung sollte dies wohl nie schaffen, außerdem ist die sehr fehleranfällig. Im zweiten Teil geht er darauf ein, Pester Tests zu parametrisieren und auf das Reporting. Für die Parameter eignen sich JSON files, CSV, für Reports gibt es ReportUnit, was die Ergebnisse in einer schönen HTML Datei darstellt.

Abendveranstaltung

Nach einer Pause ging es dann in den Zoo. Im Zoo wurde uns eine Show über den Nutzen der Tiere durch den Menschen in den letzten 300 Jahren gezeigt. Hier gab es imposanten Auftritte von einem Weißkopfseeadler und der Robben. Nachfolgend gab es die Möglichkeit etwas zu essen, zu trinken und Kontakte zu knüpfen.

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Alles in allen ein gelungener erster Tag, ob es morgen so spannend bleibt? Sicherlich !

Über Andreas Bittner

MCSA Server 2016, MCSA Server 2012R2, Exchange 2010 & SharePoint Devop
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