PowerShell ISE VS. Visual Studio Code (mit PS Erweiterung) in Kürze

Seitdem ich mit PowerShell arbeite nutze ich die hauseigene Entwicklungsumgebung ISE von Microsoft um meine Skripte zu schreiben. Schnell suchte ich nach Alternativen und dann sind Editoren wie NotePad++ und PowerGUI gekommen, Jeder mit seinen Vor- und Nachteilen. In meinem Alltag nutze ich mittlerweile drei Editoren, je nach Aufgabengebiet und Lust. Die PowerShell Indegrated Scripting Enviroment (ISE), das immer populärer werdende Visual Studio Code und das mächtige PowerShell Studio.

PowerShell Studio nutze ich für umfangreiche Projekte und werde ich in diesem Vergleich nicht weiter betrachten.

Handling

Im Handling nehmen sich die beiden Editoren nicht viel, beide sind recht schlicht aufgebaut und viele Steuerelemente können durch Shortcuts angesprochen werden. Was mir in der ISE jedoch besser gefällt ist der Zugriff auf die Snippets über die Tastenkombination STRG+J. In VSCode ist das leider nicht möglich. In beiden kann man eigene Codevorlagen erstellen und schnell einbinden. Auch das Befehls-AddOn ist etwas was mir in der ISE ganz gut gefällt. Ich nutze es jedoch recht selten und daher ist es meist ausgeblendet. Die IntelliSense finde ich bei beiden Editoren gut und schnell. Der Vorteil bei VSCode ist, dass die Parametersets auch mit dargestellt werden.

Personalisieren

Personalisieren lassen sich beide Editoren recht einfach. Es stellt sich jedoch die Frage, wie sehr man das Aussehen ändern möchte. In der ISE kann man in dem Tool-Menü Schriftart und Farben nach belieben anpassen. In Code gibt es vorgefertigte Farbpaletten, die den ganzen Editor anpassen. Es ist aber auch möglich seine eigenes Farbschema zu erstellen. Hier bietet man einem größeren gestalterischen Spielraum. VSCode bietet nicht nur durch seinen Open Source Charakter eine Menge Erweiterungspotential, was die unzähligen Extension zeigen.

Arbeiten in Projekten

Projekte bestehen meist aus verschiedenen Dateitypen und nicht selten gibt es Ordnerstrukturen mit Konfigurations – und Inhalts – Daten. Auch spielt die Sourcecode Verwaltung mit GIT eine entscheidende Rolle. Meiner Meinung nach hat hier VSCode die Nase vorn. Auch ohne Installation von Erweiterungen werden Code Syntax Highlighting für viele Formate und Markdown Interpretationen unterstützt. Essentielle Eigenschaften beim Arbeiten in Projekten. In der Explorer Ansicht lässt sich leicht eine Ordnerstruktur durchsuchen und in der Suche schnell Dateien finden. Die ISE bringt eine solche Eigenschaft nicht mit. In dieser lassen sich zwar auch verschiedene Dateiformate öffnen und bearbeiten, die Darstellung und Formatierung der einzelnen Typen ist  aber nicht so gegeben wie in VSCode. Die schon angesprochene Source Code Verwaltung mit GIT ist mit beiden Editoren möglich. GIT muss dafür auf dem System installiert sein und in der ISE wird noch das Modul posh-git benötigt. Ich habe mich mit diesem noch nicht weiter beschäftigt, aber einen interessanten Blog gibt es hier. Aber auch die GIT-Verwaltung gefällt mir in VSCode besser.

Mein persönliches Fazit

Aus dem Beitrag hat man es schon etwas herausgehört, ich arbeite immer mehr mit Visual Studio Code. Mich überzeugen die zahlreichen Erweiterungen und Anpassungsmöglichkeiten. Es zeigt sich an einigen Stellen, dass es kein reiner PowerShell Editor ist. Wenn man sich einige Erweiterungen zugelegt hat, kann man damit sehr gut arbeiten. Vielleicht stellt sich für mich auch mal die Frage, ob ich weiterhin das mächtige Powershell Studio brauche oder nicht. Am Ende ist der Editor für jeden PowerShell Admin sein persönlicher Werkzeugkoffer. Es kommt dann darauf an wie man damit arbeitet und nicht wie teuer und groß dieser ist. Microsoft wird sicherlich keine weitere Energie in die ISE stecken und ihren Multiplattformeditor Visual Studio Code und die PowerShell Erweiterung weiter ausbauen.

Was für Editoren nutzt ihr und was könnt ihr empfehlen, schreibt es mir am besten in die Kommentare.

Über Andreas Bittner

MCSA Server 2016, MCSA Server 2012R2, Exchange 2010 & SharePoint Devop
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